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Samstag, 21. November 2009

Die Wurzel allen Übels

Ach ja, so oft wird diskutiert in den Talkrunden der allseits bekannten TV-Arenen. Ob Anne nun will oder Maybrit nicht, das Bad in der Menge des heißen Breis Drumherum ist nur ein prahlerisches Sich-Aalen im verblichenen Glanz politischer Rhetorik. Nie klärt sich die Frage nach dem Wer-ist-schuld und Wer-packt's-an. Doch beim fahrigen Blick über das reaktionäre Springer-Blatt Hörzu streift mich der Strahl der Erkenntnis: es gibt zu viele BWLer auf der Welt. Morgen RAFft Euch auf zur Revolución! Der Baader Meinhof kommt zu richten das plutokratische Establishment. ¡No pasarán!

Mittwoch, 22. Juli 2009

IQ

Letzte Woche hatte ich es mal wieder mit Menschen zu tun, die bei mir am Konzept "Evolution" erhebliche Zweifel aufkommen lassen. Nein, ich rede nicht von einem Besuch der Zeugen Jehovas, sondern ich meine, wenn sich in der Evolution immer nur das schönste, beste, schnellste, billigste und vor allem intelligenteste durchsetzt, warum bitte ist dann im Laufe der paar Jahrmilliönchen seit Herrn Adam und Frau Eva Neandertaler die Dummheit nicht sukzessive bis zur Gänze ausgestorben? Stattdessen feiert sie hier und jetzt mitten im 21. Jahrhundert fröhliche Urständ'! Unfassbar. Wahrscheinlich nur, weil die Leute mit Durchblick, Überblick und Weitblick über die Vertreter der Hirnamputiertenfraktion immer derart in Blutdruck kommen, dass sie immer allzu früh mit doppelseitigem Herzinfarkt von uns scheiden, während das Dumme noch über Jahre weiterleben darf. Selig sind, die da geistlich arm sind, zitieren ja schon Matthäus und Monty Python Jesus Christus. Und genauso hat er's auch gemeint. Die räumliche Ausdehnung der subterranen Agrarprodukte steht in reziprok proportionalem Verhältnis zum intellektuellen Vermögen ihrer Erzeuger.

Samstag, 11. Juli 2009

Mondsüchtig

Nun war ich ja für das aktive Erleben der ersten bemannten Landung auf dem bleichen Trabanten unseres Heimatplaneten leider etwas zu spät dran. Ob ich die erste bemannte Landung auf unserem roten Nachbarn sonnenauswärts noch erleben werde, ist auch fraglich.

Auf jeden Fall bin ich, 40 Jahre nachdem der kleine Schritt eines Herrn Armstrong (Neil, nicht Louis oder Lance...) zu einem großen Sprung für die Menschheit wurde, mal wieder voll im Space-Fieber. So sind meine aktuellen Webanlaufpunkte gelegentlich die Seiten der weltweiten Raumfahrtagenturen.

Dabei bin ich auf ein saugeiles Fundstück für Liebhaber hysterischer Binärdatenverarbeitungssysteme gestoßen: einen Auszug aus dem Apollo Operations Handbook, der ein zentrales Subsystem des Guidance and Navigation Systems (G&N), den Apollo Guidance Computer (AGC) beschreibt. Dieses G&N war auch in der Verfilmung der mißglückten Apollo-13-Mission mit Tom Hanks quasi in Anwendung zu bewundern.

Faszinierend finde ich, dass die Mondflieger es trotz aller technischer Rafinesse einfach den alten Seefahrern nachmachten und sich mit dem Sextant anhand fixer Himmelskörper orientierten (mit Unterstützung durch besagte Elektronik). Ich habe ja noch mit Karte und Kompaß die Orientierung im Feld für den Verteidigungsfall erlernen dürfen. Aber heute würde mich ohne GPS und Navi kaum noch aus dem Haus trauen, geschweige denn mit Sextant und Fixstern mal eben die Strecke zum Mond düsen. Und dann eine Rakete mit tonnenweise Schub unterm Allerwertesten. Da wäre mir selbiger aber gehörig auf Grundeis gegangen.

Letztlich ist das Streben des Menschen nach "höher, schneller, weiter" ja auch nur ein bißchen Flucht vor den teilweise langweiligen und lästigen Pflichten des Alltags. Und wenn ich nicht gleich der Pflicht nachkomme, mit den Kötis Gassi zu gehen, kann ich mich auf einen Tritt gefasst machen, der mich wahrscheinlich ebenfalls problemlos in eine mondnahe Umlaufbahn befördern wird.

In diesem Sinne: guckt in den Mond, Ihr Lieben!

P.S.: wäre mal interessant zu erfahren, ob wohl auch im Lunar Module Geschirr zu spülen und Wäsche zu waschen war? Hunde waren zumindest nicht mit an Bord. Soviel ist belegt. Das hätt' ja auch schön blöd ausgesehen, Neil Armstrong und Fiffi, der fröhlich am Star Spangled Banner das Beinchen hebt...

OneSmallStep

Sonntag, 17. Mai 2009

Ein Hundeleben

Gestern hatte der Nachwuchs Besuch. Beim gemeinsamen Mittagessen meinte Mme Heldensopran nach einem Lob in meine Richtung augenzwingernd zum 9-jährigen Besuch: "Das mußt Du Dir merken, Männer muss man immer loben." - Unser Nachwuchs darauf: "Genau! - Wie Hunde."

Mittwoch, 13. Mai 2009

Klasse Klassentreffen und sperriges Spielgerät

Nun ja, älter geworden sind wir alle, aber sonst ist eigentlich alles bei alten geblieben: die MacherInnen von damals sind die MacherInnen von heute und beißen sich als Führungskräfte/-Innen durch die Krise. Die, die in die Luft gehen wollten, sind tatsächlich Piloten geworden. Die Physik-Spezis sind Physik-Spezis und Ingenieure geworden. Die Künstler machen "irgendwas mit Medien". Die Saufnasen und Haschbrüder sind Saufnasen und Haschbrüder geblieben. Die affektierten Tussies sind zwar mittlerweile Mamis, aber immer noch affektierte Tussies ;-) Und die Sozis -pardon, damals wohl JuSos- sind Beamte geworden. Schön, wenn man sich die Welt so wunderbar schwarz-weiß malen kann. Die Wahrheit ist wahrscheinlich eine andere, aber man kann sich ja nicht mit jedem stundenlang über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang unterhalten. Der aale Schläschtschwätzer ist demnach aach en aale Schlächtschwätzer gebliwwe.

Und dafür muß er heute noch büßen: gestern kam nämlich der frisch im Onlineauktionshandel erstandene Sandkasten an. Und Mme Heldensopran hatte auch bereits Säckeweise Sand im Baumarkt geholt. Erklär' mal den Kindern, wenn alle "Zutaten" da sind, dass Du überhaupt keinen Bock hast, JETZT den Sandkasten aufzubauen. Genau, nützt gar nix. Also Spitzhacke raus, Sandkasten ins Erdreich eingebettet, Sand rein, fertig. Ja, fertig war ich auch. Aber jetzt haben wir einen 1A-Sandkasten. Schön, ich hol gleich mein Eimerchen und Schäufelchen...

Samstag, 2. Mai 2009

Eine Klasse für sich

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem Land weit, weit weg... So fangen Märchen an oder Opas Kriegsgeschichten, Schnittmengen in Erzählform und -stoff inkusive. Und natürlich würden meine Memoiren an die gute alte Schulzeit wahrscheinlich auch so anfangen, wobei lang, lang und weit, weit nicht so besonders lang, lang und weit, weit wären. Wirklich weit habe ich es als hessisches Gesamtschulkind samt experimenteller Weihen der Förderstufe nämlich nicht gebracht. Während andere der Ruf der Globalisierung an exotische Ziele wie Shanghai, Bangalore, Harvard, Bremen oder Oer-Erkenschwick gelockt hat, bin ich bodenständig den heimischen Gefilden treu geblieben und habe auch keinen außergewöhnlichen Beruf ergriffen wie, na sagen wir mal z.B. Leuchtturmwärter auf Norderney oder so. Cello oder Klafünf kann ich auch nicht. Singen wäre noch drin, aber da wäre ich wahrscheinlich wegen total uncooler Repertoire-Wahl nicht an Diedäa's DSDS-Jury vorbeigekommen. Na dann halt doch spießiges Kleinbürgertum wie damals zuhause. Mensch ist halt Gewohnheitstier. So, und mit diesem völlig unspektakulären Lebenslauf soll ich jetzt also zum Klassentreffen, oder was? Wenn DIE wüßten, dass ich eigentlich Doppelagent bei der CIA und beim Mossad bin... hehe...

Sonntag, 26. April 2009

F***en, B***en, B***en und vieles, vieles mehr

Beim letzten Update meines Brausers bin ich über ein schnuckeliges Add-In zum Abonnieren und Lesen von RSS-Feeds namens "Brief" gestolpert. Und prompt kriege ich ab sofort alle Katastrophen des Tages brühwarm vor den Latz geknallt, ohne auch nur einen müden Finger zu tun, sprich eine bestimmte Website aktiv selbsttätig anzusteuern. Entzückend. 25 brandheiße News warten denn nun auch auf mich. Muss mich mit meinem Blog-Eintrag wohl etwas beeilen. Dieses Netzleben macht mich noch fertig...

Von der Schlagzeile angezogen (Sex sells? Stimmt.), kam mir mal wieder ein Gespräch in den Sinn, dass ich vor Jahren mit -ja, mit wem eigentlich?- mit wem auch immer geführt habe. Aus dem Gespräch resultierte auf jeden Fall die Erkenntnis, dass es eigentch gar keine wirkliche Kultur einer Alltagssprache über Sexualität gibt. Klar, ich kann wie Bushido im feinsten Gassenjargon von *uschis, *ösen, *otzen, *wänzen, *immeln, *oppen, *icken, *umsen, *ögeln usw. reden. Aber schön ist das nicht und schon gar nicht treffend, wenn ich an so manches nette Schäferstündchen zurückdenke. Wenn der Mediziner von Penetration spricht, kommen bei mir keine Wonnegefühle auf, noch weniger, wenn das Amts- und Justizdeutsch den Beischlaf vollzieht. Fakt: es gibt keine Alltagssprache, die adäkquat, objektiv doch auch mit dem nötigen Respekt die Dinge beim Namen nennt. Da denke ich mal drauf rum, wenn ich nachher meinem Schatz beiwohne... Und Ihr guckt mal gefälligst verschämt in die Ecke, elende Spanner! Nacht!

Donnerstag, 16. April 2009

Arme alte Drecksau

SauSo, nun soll also die Sau oder besser eines ihrer Gene patentiert werden, lese ich gerade in der FAZ. Ich finde ja den wissenschaftlichen Aspekt, die Erforschung des Erbguts echt spannend. Doch wer bitte sind wir, dass wir meinen schlauer zu sein als die Evolution? Erhebt sich da nicht der Bock sebst zum Gärtner? Andererseits verstehe ich ja, dass sich jemand, der viel Zeit und Geld in Forschung investiert, die Ergebnisse dieser Arbeit sichern will.

Na, warten wir mal ein paar Jahre. Dann geht uns der ganze Kram sowieso wieder am Allerwertesten vorbei, oder interessiert sich heute z.B. noch einer ernsthaft für das Waldsterben? War auch mal ein Riesenthema. Dann frage ich mich nach der Sinnhaftigkeit dieses Schweineschnellfettmachgens. Ich meine, ich stehe im Supermarkt auf der grünen Wiese heute schon vor 50 Metern Wurstkühltheke und verzweifle, weil ich nicht weiss, welchen Aufschnitt ich kaufen soll. Da könnte man glatt Vegetarier werden, vorausgesetzt man steht auf Genmais... *örks* Guten Appetit allerseits.

HELDENTENOR reloaded

Familienkonzert: Die Arie geht weiter...

Jahreslosung 2009

"Was bei den Menschen unmöglich ist,
das ist bei Gott möglich."
(Lukas 18,27)